Liebe Blogger,
wer bisher glaubte, eine weiße Weste bekommt nur der, der sich nichts zu schulden kommen lässt, hat ab sofort weit gefehlt. Denn dies geht auch viel einfacher - und zwar mit dem Malerpinsel!
Studien aus den USA haben ergeben, dass Häuser mit weißen bzw. auch hellen (dieser Kompromiss, um nicht ständig geblendet zu werden) Dächern viel weniger CO² Emissionen verursachen, als Häuser mit dunklen Dächern. Ganz klar - schwarz zieht Sonne an, weiß nicht. So lassen wir ja auch in den meisten Fällen im Sommer die schwarzen Klamotten weg und ziehen mit Vorliebe helle Farben an.
Aber wie kann diese Theorie helfen um den CO² Ausstoß zu verringern?
Der Vorteil liegt darin, dass zum einen deutliche Energie-Einspareffekte erzielt werden, da so weniger Energie für Klimaanlagen benötigt wird; zum anderen strahlt eine weiße Oberfläche bis zu 80% der Energie zurück in den Weltraum, dunkle Flächen nur um die 20%.
Lt. den Wissenschaftlern Arthur H. Rosenfeld und Steven Chu konnte weiterhin berechnet werden, dass in den 100 größten Städten der Welt ca. 44 Milliarden Tonnen CO² eingespart werden könnten, wenn diese Theorie dort flächendeckend umgesetzt werden würde. Und es geht noch weiter - auch Straßen und Autos sollten laut den Experten bestenfalls weiß sein. Das Anpinseln von Dächern und Straßen mit weißer Farbe soll CO2-Einsparungen in Höhe des weltweiten Straßenverkehrs von elf Jahren mit sich bringen.
Schon ein interessanter Ansatz - aber lassen wir uns mal nicht blenden und schauen wir einfach ein wenig in Richtung Süden, wo die Farbgebung der Häuser schon seit je her üblich ist...
Viele Grüße
Maren Brandt

Die Theorie mit den weniger CO² Emissionen durch helle Dächer ist ja gut, aber wie sieht es in der Praxis aus? Dunkle Dächer benötigen wensentlich weniger Pflege, daher würde ich mir auch ein dunkles Dach aussuchen! :-)
Kommentiert von: Flug | 07. Dezember 09 um 11:37 Uhr