Vor einiger Zeit haben wir begonnen unsere Werbedrucksachen auf umweltfreundliches Papier umzustellen (Frischfaserpapier aus nachhaltiger Waldwirtschaft FSC-zertifiziert). Wir fühlen uns gut damit, denn es ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Aber was eigentlich Umweltpapier bedeutet und dass es sehr viele Varianten von Umweltpapier oder “wir tun so als ob wir umweltfreundlich sind“ gibt, war mir gar nicht so bewusst. Die Papierindustrie gehört zu den fünftgrößten Energieverbrauchern der Welt.
Ca. 80% des Papiers das wir hier in Deutschland benutzen, wird importiert
(hauptsächlich aus Schweden und Finnland). Wussten Sie, dass jeder Deutsche pro Jahr ca. 235 Kilo Papier verbraucht (dies entspricht ca. 650 Gramm pro Tag). Ich habe zu diesem Thema eine sehr lesenswerte Kolumne auf Utopia entdeckt. Das hier in Deutschland bekannteste Umweltzeichen ist der blaue Umweltengel; der von der Stiftung Umweltzeichen in Übereinstimmung mit dem Umweltbundesamt vergeben wird. Für den Verbraucher ist wichtig, dass Papiere, die den blauen Umweltengel tragen, auf die Einhaltung der zweckentsprechenden DIN-Normen getestet werden und somit gebrauchstauglich sind. Für die Umwelt ist wichtig, dass der Engel ökologische Standards wie Altpapiergehalt, chlorfreie Bleiche, Einhaltung von Schadstoffgrenzen etc. garantiert.
Woran man umweltfreundliches Papier erkennt, kann man bei Greenpeace unter "Woran erkennt man umweltfreundliches Papier" nachlesen.
Was ist FSC-Papier, finden Sie bei wwf unter FSC-Papierprodukte .
Die Kolumne mit interessanten Fakten und Überlegungen finden Sie bei Utopia unter "Was am lesen so umweltschädlich ist" .
Katja Krohn